Fahrt nach Shoreham

Am 10. September waren 32 Schüler der achten Klassen sehr aufgeregt, als sie sich morgens früh um 6.15 Uhr in der Lehnstraße trafen, um dann mit Proviant und Smartphone im Rucksack in den Bus nach England einzusteigen. Ich war einer von ihnen. Zusammen mit Herrn Dieterich und Frau Schäfers fuhren wir nach Shoreham, einer Stadt an der englischen Südküste ganz in der Nähe von Brighton.

Nach den ersten fünf Stunden Fahrt kamen wir in Calais zur Passkontrolle, die ohne Probleme verlief. Die Briten nehmen diese insbesondere nach der Brexit-Entscheidung sehr ernst. Dann konnte der Bus in einen speziellen Zug fahren, der uns durch den Eurotunnel auf die britische Insel brachte. Alles, was man davon merkte, war der Druck auf den Ohren, bis wir nach den 60 Minuten in der Röhre unter Wasser in England ankamen.

Bevor wir endgültig nach Shoreham fuhren, guckten wir uns noch die Stadt Hastings an. Dort gibt es einen wunderschönen Strand, einen Pier und viele nette Geschäfte in der Innenstadt.

Zwei Stunden später, gegen 18 Uhr, kamen wir dann endlich in Shoreham an, wo wir von unseren Gastfamilien, bei denen wir zu zweit oder zu dritt untergebracht waren, begrüßt wurden und bei denen wir uns vorstellen konnten.

Abends gab es leckeres Essen. Wir haben danach noch Fernsehen geguckt und uns dann in unser Hochbett gelegt. Unser Raum war nicht sonderlich groß, dafür hatten wir unser eigenes Badezimmer und die Familie war sehr nett.

Am nächsten Tag besuchten wir, nachdem wir Cornflakes als Frühstück bekommen hatten, Portsmouth, eine große Hafenstadt, wo wir uns zuerst ein Museum anguckten und danach eine Schiffstour durch den Hafen machten. Anschließend besichtigten wir die “HMS Victory“, das imposante Segelschiff des legendären Admirals Lord Nelson, auf dem wir viele interessante Dinge über den früheren Alltag auf See lernten. Schließlich hatten wir noch Zeit, shoppen zu gehen.

Auch am dritten Tag hatten wir ein spannendes Ausflugsziel: Schloss Windsor, wo im Mai die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle stattfand. Wir bekamen Audioguides und konnten die öffentlich zugänglichen Bereiche ansehen, wo wir in Gruppen ein Quiz über das Schloss lösten. Besonders schön war die St. George’s Chapel. Leider war dort sehr viel los.

Einen Tag später besuchten wir eine Klippe oberhalb von Eastbourne, ‚Beachy Head‘, mit einer traumhaften Aussicht. Dort gab es auch einen rot-weiß-gestreiften Leuchtturm, und das Meer strahlte in einem sehr schönen Blau.

Danach ging es nach Brighton, wo wir zuerst ein ausgiebiges Picknick am Strand machten. Dabei war es noch sommerlich warm und etliche Besucher badeten sogar im Meer. Danach konnten wir den „Royal Pavilion“ bewundern, und anschließend bekamen wir Zeit, um uns von der Innenstadt, dem Strand und dem Pier einen Eindruck zu verschaffen.

Und dann kam viel zu früh auch schon der letzte Tag. Wir packten unsere Koffer und verabschiedeten uns von unseren Gastfamilien, die über die ganzen Tage für uns gesorgt hatten. Schon ging es los Richtung Würselen. Als wir aber noch nicht allzu lange gefahren waren, platzte plötzlich einer der Hinterreifen des Busses. Zuerst haben wir uns erschreckt, jedoch hielt der Busfahrer die Spur und lenkte das Fahrzeug schnell auf einen Parkplatz in der Nähe. Dann hieß es – warten. Ein Notfalldienst wurde alarmiert und ganze zwei Stunden später kam dieser endlich mit einem Ersatzreifen. Das Einbauen dauerte eine halbe Stunde und diese Zeit fehlte deshalb für unseren Zwischenstopp in Canterbury, wo wir leider nur noch 60 Minuten für das Erkunden der Stadt mit der gewaltigen Kathedrale hatten. Die restliche Fahrt verlief zum Glück ohne Zwischenfälle und um 22:20 Uhr kamen wir dann wieder heil in Würselen an. Insgesamt war es eine tolle Woche.

Constantin Birken

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