Handykauf = böse?

Zeichnung: Nadine Tulchevska

Mit der jetzigen Klimadebatte ist auch die Diskussion um das „böse“ Handy entflammt.
Genauer geht es darum, ob man sich wirklich Handys kaufen sollte, da diese nicht nachhaltig produziert werden.

Allein in einem Handy stecken von Display bis Akku 60 Materialien wie Glas, Kunststoff, eine geringe Menge Gold und Silber. Sogar eine kleine Menge Platin ist in einem Handy enthalten.
Zudem wird auch Sand für die Herstellung verwendet, was zur Folge hat, dass immer mehr Strände abgetragen werden.
Materialien wie Platin zählen zu den kritischen Rohstoffen, das heißt, dass diese Materialien nicht nur selten sind, sondern immer seltener werden.
Die meisten Materialien, die in einem Handy stecken, werden in Entwicklungsländern abgebaut, da es dort zwar billiger ist, aber die Arbeitsverhältnisse und Löhne katastrophal sind. In Afrika müssen die Minenarbeiter beispielsweise ohne Schutzmaßnahmen in Minenschächte krabbeln. Dort bleiben sie häufig bis in die Nacht und bauen ohne Schutzanzüge giftiges Cobalt in Minen ab. Cobalt kann bei regelmäßigen Dosen von gerade mal 25 – 30 mg Herz-, Lungen-, Nieren-, Schilddrüsen- und Hautschäden auslösen. Für das Risiko verdienen die Arbeiter übrigens umgerechnet 17,59 € pro Tag. Nur zum Vergleich: Der Mindestlohn in Deutschland liegt bei 9,19 € pro Stunde. Was auch noch erwähnenswert ist, ist, dass in Afrika die Schere zwischen Reich und Arm riesig ist. Es gibt keine Mittelschicht und die meisten Leute sind arm.
Aber soll man jetzt wirklich keine Elektrogeräte mehr kaufen? Die Antwort darauf bleibt jedem selbst überlassen. Ich persönlich vertrete die Meinung, dass es in Ordnung ist, sich mal ein Handy zu kaufen, solange man sich nicht jedes halbe Jahr ein neues holt, da Handys Geräte sind, die meistens eine lange Lebensdauer haben.

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