Schulplaner bald digital?

„So, die Stunde ist zu Ende! Nehmt bitte eure Schulplaner raus, um das Thema der heutigen Stunde einzutragen.“ Diesen Satz werden die meisten von uns wohl schon einmal gehört haben.
Der Schulplaner ist ein dickeres Heft, in das der Stundenplan, Themen des Unterrichts so wie Quartalsnoten und Entschuldigungen eingetragen werden sollen. Ein Heft, in dem man alle Formalien beisammen hat und Eltern, Lehrer und Schüler miteinander kommunizieren können. Wir Schüler sind selbst dafür verantwortlich, den Schulplaner sauber und ordentlich zu führen und die Themen nach der jeweiligen Unterrichtstunde einzutragen.

Der Schulplaner hat viele praktische Seiten. Das sieht auch Sportlehrerin Frau Helling so. Sie sagt, auch für sie im Sportunterricht sei es sehr vorteilhaft, dass alle Schüler, die krank waren oder aufgrund einer Verletzung nicht mitmachen können, die Entschuldigung im Schulplaner vorweisen können und sie nicht alle Entschuldigungen von verschiedenen Schülern lose rumliegen hat. Sie persönlich hätte sich in ihrer Zeit als Schülerin auch so etwas wie den Schulplaner gewünscht, um sich besser organisieren zu können. Schließlich kann man im Schulplaner einen Überblick über alles, was man in den letzten Wochen und Monaten im Unterricht durchgenommen hat, behalten.
Wenn wir uns als Schüler auf eine Klassenarbeit vorbereiten, erleichtert uns der Schulplaner das, indem wir uns durch unsere Aufzeichnungen zu den entsprechenden Fächern im Schulplaner besser an das erinnern können, was wir gemacht haben und so die Themen für die Klassenarbeit wiederholen können. Das sieht auch Oberstufenschülerin Ajla Pestek so. Sie sagt, dass der Schulplaner ihr nicht nur in der Schule hilft, alles beisammen zu haben, sondern auch Zuhause, zum Beispiel beim Lernen.
Außerdem ist er besonders wichtig für Schüler, die kein eigenes iPad in der Schule haben. Nele aus der EF ist eine dieser Schülerinnen. Für sie ist der Schulplaner in Papierform besonders wichtig, weil sie selbst kein eigenes iPad besitzt und sich deswegen im Schulplaner oft Notizen macht, Hausaufgaben aufschreibt, und so weiter.
Allerdings gibt es auch Leute, die es befürworten würden, den Schulplaner in Papierform abzuschaffen. Die, die diese Meinung vertreten, sagen aber auch, dass wenn man den Schulplaner durch eine App / Internetplattform wie den Schulmanager ersetzen würde, es so funktionieren müsste, dass alle Schüler Zugriff darauf haben, was vom Lehrer eingetragen wurde.
Ein paar Schüler äußerten zusätzlich zu ihrer allgemeinen Meinung über den Schulplaner auch Verbesserungsvorschläge, so zum Beispiel auch eine Schülerin aus der 9b. Sie kritisiert das Design des Covers und meint, dass es besser wäre, ein einheitliches Bild, beispielweise das Schullogo zu verwenden, sodass es mehr mit unserer Schule zu tun hat.
Ein negativer Punkt, der besonders Schülern und Lehrern, die sich für die Umwelt einsetzen, auffällt, ist, dass beim Druck des Schulplaners jedes Halbjahr sehr viel Papier benötigt wird, obwohl die meisten Schüler ihn nach Ende des Schuljahres entsorgen. Dieses Problem kennt auch Politiklehrerin Frau Veggian, die sich selbst auch für die Umwelt einsetzt. Laut Frau Veggian sei es sehr sinnvoll, auf eine digitale Form des Schulplaners umzusteigen, was aber aufgrund formaler Fragen nicht ganz so einfach sei. Es sei eine Herausforderung, zügig über das wie nachzudenken, wie man am praktischen Schulmanager sehe. Aber: „Meines Wissens nach sind wir noch nicht so weit, den Schulplaner komplett abschaffen zu können.“

Unser Fazit ist, dass man sich auf jeden Fall in der näheren Zukunft weitere Gedanken zu Alternativen zum Schulplaner machen sollte, denn der Tag, an dem das Gymnasium Würselen komplett auf digitale Werkzeuge umsteigen wird, wird irgendwann kommen.

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