Was macht ein Sternekoch in unserer Mensa?

Als wir die Mensa am 22. Januar betraten, wurde gerade auf Hochtouren gearbeitet. Unsere Schule beteiligte sich nämlich am „Sterneküche macht Schule“-Projekt von der Krankenkasse Knappschaft und dem Profikoch Stefan Marquard. Ziel dieser Aktion ist, das Mensaessen in Deutschland in Bereichen wie Gesundheit, Nachhaltigkeit und Hygiene zu verbessern. Auch vier Schüler:innen durften in der Mensa mithelfen.

In der Küche wurde viel verschiedenes Essen wie Spitzkohlwickel mit Couscous (ein Grieß aus Weizen), Kartoffelpüree auf Gemüsesoße oder auch Popcorn gleichzeitig zubereitet, während Stefan Marquard mithalf oder Tipps gab. Als Nachtisch wurden selbstgemachte Smoothies gemixt.

Die Mensa-Mitarbeiterinnen wurden auch mit eingebunden und weitergebildet, sodass das Essen zukünftig noch besser werden kann. Außerdem haben die vier Schüler:innen Fiona, Felina, Jonas und Janik sehr viel dazugelernt, was sie zu Hause sehr gut gebrauchen können. Mit dem neuen Wissen können sie jetzt neben den Eltern und Geschwistern in der Küche glänzen.

Nachdem wir uns einen Eindruck von der zwar etwas angespannten, aber trotzdem positiven Atmosphäre verschaffen konnten, hatten wir auch noch die Möglichkeit, dem Sternekoch Stefan Marquard einige Fragen zu stellen:

Wann und wie haben Sie Ihre Faszination für das Kochen entdeckt?
Meine Eltern haben schon immer ihr Essen selbst gekocht, wir waren quasi Selbstversorger. Deswegen war es eigentlich selbstverständlich, dass da jeder mitgeholfen hat. Und als meine Geschwister und ich dann jugendlich waren, haben wir allein gekocht. Irgendwann hat mir das dann so viel Spaß gemacht, dass ich mit dem Kochen als Beruf angefangen habe.

Also war es Ihr Traumberuf?
Ja und nein. Eigentlich wollte ich nicht Koch werden, sondern lieber Treppenbauer oder Elektriker, aber meine Zeugnisse waren so schlecht, dass mich keiner genommen hat und dann bin ich doch Koch geworden.

Was ist Ihr Lieblingsgericht?
Es gibt zwei: Ein offizielles, das ist gekochtes Suppenfleisch mit Sauce und das inoffizielle
sind saure Kutteln.

Was ist Ihr Eindruck von unserer Mensa?
Es gibt eine großartige Küche mit einem tollen Team, aber damit frisch gekocht werden kann, muss hier einiges passieren und um ein gesundes und kindgerechtes Essen zuzubereiten, muss hier ganz viel passieren. Die Geräte sind eigentlich alle da, doch es muss mehr Frische rein. Aber dafür sind wir ja hier. 🙂

Was kochen Sie am liebsten?
Das ist mir eigentlich egal. Es kommt vor allem auf die Jahreszeit an und darauf, in welcher Region der Welt ich gerade bin.

Haben Sie einen Lieblingsspruch in der Küche?
Da muss ich überlegen. Es gibt da so zwei. Der erste ist: „Es muss einfach und genial sein und es muss mit Leichtigkeit gemacht werden.“ Und der zweite: „Im Team geht alles leichter und besser.“

Was ist das Besondere an Ihrem Essen?
Alles, was ich koche, hat das Recht, 100 % nach sich selbst zu schmecken und ich habe andere Ansätze und andere Garmethoden. Deswegen ist es natürlicher, bekömmlicher und gesünder – mit vielen Vitaminen und Nährstoffen.

Wir bedanken uns für das Interview.

Nach langem Warten konnte einer von uns das Essen auch endlich probieren: Im Großen und Ganzen hat es sehr gut geschmeckt. Vor allem die Frische des Essens hat mich überzeugt. Das große Highlight war für mich der leckere Smoothie, den zwei Schülerinnen aus frischen Zutaten hergestellt haben.

Wir hoffen also, dass auch dem Mensa-Team der Besuch von Stefan Marquard weitergeholfen
hat und wir in Zukunft ein noch besseres Mensa-Essen genießen können.

Constantin Birken

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